Walter Levin war nicht nur ein herausragender Geiger und Pädagoge. Mit seinem „Lasalle-Quartett“, das er 1949 in Amerika gegründet hatte, prägte er vierzig Jahre lang die Musikgeschichte der Moderne. Geboren ist Walter Levin 1924 in Berlin – die Stadt, mit der er sich Zeit seines Lebens verbunden fühlte, obwohl er sie wegen seiner jüdischen Herkunft 1938 verlassen musste. Oft kehrte er hierher zurück, um Meisterklassen und Konzerte zu geben. Feature-Autor Rainer Esche traf ihn 2004 in Berlin.